FAQ's - Allgemein

1) Was muss ich beim Ausfüllen des Darlehensvertrages beachten?

...wenn ich ihn online ausfülle:

Folgen Sie bitte den Anweisungen auf Ihrem Bildschirm. Mit der Registrierung geben Sie die notwendigen Daten für die Vertragserstellung an.

 

… wenn ich ihn offline ausfülle:

Damit Ihr Antrag zum Abschluss eines Vertrags über die Gewährung eines qualifizierten Nachrangdarlehens von uns bearbeitet und angenommen werden kann, muss der Vertrag vollständig und korrekt ausgefüllt sein. Bitte nehmen Sie keine Änderungen oder Streichungen vor. Denken Sie bitte daran, den Vertrag zu unterschreiben und zurückzusenden oder persönlich abzugeben.

2) Online – Offline: Auf der Checkliste und in der Korrespondenz finde ich diese Beschreibungen für Darlehensgeber. Was bedeutet das?

„Online“-Darlehen werden online über zef-buergerbeteiligung.de verwaltet. Die Korrespondenz zwischen der ZEF und dem Darlehensgeber erfolgt per E-Mail.

 

“Offline“-Darlehen werden vollständig über den klassischen Postweg verwaltet, weil die Darlehensgeber nicht auf zef-buergerbeteiligung.de registriert sind und keine E-Mail-Adresse angegeben haben.

3) Habe ich einen Anspruch darauf, dass die ZEF mit mir einen Vertrag abschließt, wenn ich mich registriere?

Nein. Die ZEF ist zwar bestrebt, mit möglichst vielen Personen einen Vertrag abzuschließen, erfahrungsgemäß sind jedoch derartige Bürgerbeteiligungsmodelle binnen kurzer Zeit vergriffen.

Nicht jeder, der sich beteiligen möchte, kann garantiert auch einen Beteiligungsbetrag zugewiesen bekommen. Je früher Sie sich aber registrieren und den Darlehensvertrag vollständig und unterzeichnet zurücksenden, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Vertrag mit der ZEF abschließen und von der attraktiven Verzinsung profitieren können.

4) Warum ist die Angabe meiner E-Mail Adresse wichtig?

Die Angabe der E-Mail Adresse ist notwendig, um das Versenden von Informationen und das Verwalten ihrer Beteiligung auf kostengünstigem Weg zu ermöglichen. Diese Kosteneinsparung kommt dem Projekt und damit Ihnen zu Gute. Ihre E-Mail Adresse wird ausschließlich zum Zwecke der Informationsweitergabe und nicht zum Versenden von Werbung genutzt.

5) Warum erhalte ich keine E-Mails?

Möglicherweise werden die E-Mails von dem genutzten Spamfilter aussortiert und in Spamordner verschoben. Bitte überprüfen Sie daher Ihren Spamordner.

6) Welche Seiten der Vertragsunterlagen bleiben bei mir? Welche schicke ich an die ZEF?

Die Darlehensunterlagen enthalten

  • eine Checkliste zum Ablauf des Verfahrens
  • den Darlehensvertrag
  • die Darlehensbedingungen
  • die fernabsatzrechtlichen Verbraucherinformationen

Schicken Sie bitte NUR den Darlehensvertrag vollständig ausgefüllt und unterschrieben an die ZEF.
Das sind die 4 Seiten hinter der Checkliste.

7) Bei Finanzgeschäften erhält häufig jede Partei einen Originalvertrag. Warum sieht die ZEF nur EIN unterschriebenes Original vor?

Ein zweites Original hat bei Darlehensverträgen keine Auswirkungen auf die Rechtswirksamkeit, sondern dient nur zur Dokumentation. Zu diesem Dokumentationszweck erhalten Sie von uns das gescannte Original als PDF oder Kopie.
Ein Vertrag kommt nach § 145 ff. BGB durch Angebot und Annahme zustande. Der von Ihnen unterschriebene Vertrag gilt als Ihr Angebot an uns. Durch unsere Gegenzeichnung nehmen wir dieses Angebot an. Damit ist der Vertrag gültig und für beide Seiten bindend.

8) Kann ich selbstständig Änderungen im Darlehensvertrag vornehmen?

Nein. Ergänzen Sie den Vertrag ausschließlich an den dafür vorgesehenen Stellen und korrigieren Sie gegebenenfalls fehlerhafte Angaben zu Ihren persönlichen Daten. Nicht vollständig ausgefüllte oder veränderte Verträge können nicht weiter bearbeitet werden.
Wenn Sie Ihren Darlehensvertag online erstellen, nehmen Sie bitte keine Änderungen im ausgedruckten Vertrag vor.

9) Kann ich den bereits eingetragenen Darlehensbetrag ändern?

Grundsätzlich ist eine nachträgliche Änderung des Darlehensbetrages nicht möglich. Bitte nehmen Sie direkt Kontakt mit der ZEF auf.

10) Kann der von mir angegebene Darlehensbetrag von der ZEF geändert werden?

Nein. Die ZEF kann den von Ihnen angegebenen Darlehensbetrag nicht von sich aus ändern.

11) Wie zahle ich den Darlehensbetrag ein?

Der Darlehensbetrag ist in einer Summe zu überweisen. Ratenzahlungen sind nicht möglich. Das Zielkonto wird Ihnen von der ZEF mitgeteilt.

12) Was passiert, wenn ich nicht rechtzeitig einzahle?

Die ZEF bestimmt eine Einzahlungsfrist. Erfolgt die Einzahlung des Darlehensbetrages nicht fristgerecht, so behält sich die ZEF vor, von dem geschlossenen Darlehensvertrag zurückzutreten.

Wenn Sie nicht rechtzeitig den Darlehensbetrag einzahlen, ist das Risiko, dass die ZEF vom Vertrag zurücktritt und Sie nicht mehr als Darlehensgeber berücksichtigt werden können, hoch. Stellen Sie bitte sicher, dass der Darlehensbetrag fristgerecht auf dem Konto der ZEF eingeht.

13) Was ist ein qualifiziertes Nachrangdarlehen?

Bei einem qualifizierten Nachrangdarlehen treffen den Darlehensgeber und die Darlehensnehmerin grundsätzlich dieselben rechtlichen Pflichten wie bei einem normalen Darlehen. Der Darlehensgeber schuldet die fristgerechte Einzahlung des vertraglich festgelegten Darlehensbetrags und die Darlehensnehmerin schuldet die Zahlung der festgelegten Zinsen und die Rückzahlung des Darlehens bei Fälligkeit. Bei einem qualifizierten Nachrangdarlehen ist jedoch der Anspruch des Darlehensgebers auf Rückzahlung des Darlehens und auf Zahlung der Zinsen qualifiziert nachrangig.

Dies hat zur Konsequenz, dass die Geltendmachung seines Anspruchs auf Rückzahlung des Darlehensbetrages und auf Zahlung der Zinsen gegenüber der ZEF als Darlehensnehmerin solange und soweit ausgeschlossen ist, als dadurch ein Grund für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens der ZEF herbeigeführt würde. Im Fall der Insolvenz treten die Ansprüche aus einem qualifizierten Nachrangdarlehen hinter die Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger zurück. Dies bedeutet, dass zuerst die anderen Gläubiger ausgezahlt werden und danach das noch verbleibende Vermögen unter den nachrangigen Gläubigern aufgeteilt wird.

14) Bestehen Risiken bei einem qualifizierten Nachrangdarlehen?

Die Darlehensgeber gehen bei einem qualifizierten Nachrangdarlehen ein finanzielles Risiko ein: Die Geltendmachung des Anspruchs des Darlehensgebers auf Rückzahlung des Darlehensbetrages und Auszahlung der Zinsen ist gegenüber der Darlehensnehmerin solange und soweit ausgeschlossen, als dadurch auf Seiten der Darlehensnehmerin drohende Zahlungsunfähigkeit, Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung und damit ein Grund für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens herbeigeführt würde.

Im Fall der Insolvenz oder Liquidation der ZEF treten die Ansprüche aus einem qualifizierten Nachrangdarlehen hinter die Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger zurück. Hierdurch kann ein Totalverlust des Darlehensbetrages eintreten. Eine über den Darlehensbetrag hinausgehende Haftung (Nachschusspflicht) besteht nicht.

15) Werden Sicherheiten gegeben?

Nein. Die ZEF stellt keine Sicherheiten für das qualifizierte Nachrangdarlehen zur Verfügung.

16) Warum wurde ein Beteiligungsmodell mit einer Festverzinsung + Bonus gewählt?

Das Beteiligungsmodell bietet für Sie aufgrund des festverzinslichen Anteils der Verzinsung den großen Vorteil, dass die Darlehenszinsen nur zu Teilen variabel und abhängig vom Ertrag sind. So erhalten Sie also auch dann Ihre Festverzinsung, wenn einmal „keine Wind weht“. In ertragsreichen Jahren profitieren Sie von unserer attraktiven Bonusverzinsung.

17) Wer kann ein qualifiziertes Nachrangdarlehen gewähren?

Natürliche Personen sowie juristische Personen kommen als Darlehensgeber in Betracht. Minderjährige Darlehensgeber brauchen für den Vertragsschluss die Zustimmung beider Erziehungsberechtigten. Juristische Personen müssen von einer vertretungsberechtigten natürlichen Person vertreten werden.

18) Welche Pflichten bestehen für den Darlehensgeber?

Als Darlehensgeber sind Sie verpflichtet, zu Beginn den Darlehensbetrag fristgerecht einzuzahlen. Während der Laufzeit des Vertrages haben Sie Änderungen Ihrer persönlichen Daten, zum Beispiel Änderungen des Namens, der Anschrift oder der Kontoverbindung unverzüglich in das Online-Darlehensverwaltungsportal einzugeben.

 

Bei Nichtnutzung des Online-Darlehensverwaltungsportals haben Sie die Änderungen unverzüglich schriftlich der ZEF mitzuteilen.

19) Habe ich als Darlehensgeber Mitbestimmungsrechte?

Nein. Die qualifizierten Nachrangdarlehen gewähren keine Mitgliedschaftsrechte. Insbesondere gewähren sie keine Teilnahme-, Mitwirkungs- und Stimmrechte in der Gesellschafterversammlung der Darlehensnehmerin.

20) Was gibt es von steuerlicher Seite zu beachten?

Die Zinsen aus dem qualifizierten Nachrangdarlehen stellen Einkünfte aus Kapitalvermögen dar, sofern der Darlehensgeber als natürliche Person in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig ist und die Darlehensforderung Teil seines Privatvermögens ist. Die Darlehensnehmerin kann und darf keine steuerlichen Auskünfte erteilen. Da die Besteuerung immer von den Verhältnissen des Darlehensgebers abhängt, wird die Beratung durch einen Steuerberater empfohlen.


Es besteht eine Verpflichtung zum Einbehalt von Quellensteuer. Die Darlehensnehmerin wird Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer (falls der Darlehensgeber einer kirchensteuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört und keinen Sperrvermerk beim Bundeszentralamt für Steuern gesetzt hat) einbehalten. Sollte der Darlehensgeber einen Sperrvermerk gesetzt haben, ist er selbst verpflichtet, die Kirchensteuer zu entrichten.

21) Kann ich meinen Darlehensvertrag widerrufen?

Ihnen steht ein Widerrufsrecht zu. Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen mittels einer eindeutigen Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger (z.B. Brief, Telefax, Email) widerrufen. Einzelheiten zum Widerrufsrecht finden Sie unter Ziffer 14. des Darlehensvertrags.

22) Kann ich den Vertrag auf dritte Personen übertragen?

Ja. Sie können den Vertrag auf Dritte übertragen und auch verschenken oder vererben. Bei Übertragung im Wege der Erbfolge ist der Erbgang vom Erben durch einen Erbschein im Original nachzuweisen. Die sonstige Übertragung der Nachrangdarlehen ist der Darlehensnehmerin unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen nach wirksamer Übertragung, von dem bisherigen und dem neuen Darlehensgeber unter Nennung der Stammdaten des neuen Darlehensgebers mitzuteilen.


Sollte die Darlehensnehmerin im Zeitraum zwischen wirksamer Übertragung und Unterrichtung Zins- und/ oder Rückzahlungen an den übertragenden Darlehensgeber geleistet haben, so gelten die Zins- und/ oder Rückzahlungsansprüche als mit schuldrechtlicher Wirkung erfüllt. Dem übernehmenden Darlehensgeber stehen keine weiteren Ansprüche gegen die Darlehensnehmerin zu.

23) Was passiert im Todesfall?

Verstirbt ein Darlehensgeber während der Laufzeit des Vertrages, gehen die Ansprüche aus dem Vertrag auf die Erben oder je nach testamentarischer Verfügung auf den Vermächtnisnehmer über. Bei Übertragung im Wege der Erbfolge ist der Erbgang vom Erben durch einen Erbschein im Original nachzuweisen.


Sollte die Darlehensnehmerin im Zeitraum zwischen wirksamer Übertragung und Unterrichtung Zins- und/ oder Rückzahlungen an den übertragenden Darlehensgeber geleistet haben, so gelten die Zins- und/ oder Rückzahlungsansprüche als mit schuldrechtlicher Wirkung erfüllt. Dem übernehmenden Darlehensgeber stehen keine weiteren Ansprüche gegen die Darlehensnehmerin zu.